Sajama, klare Luft und Ruhe

Am Donnerstag morgen starteten wir mit einem Auto und einem Guide in Richtung Sajama. Zuerst wurde das Gepäck natürlich ordnungsgemäß auf dem Dach verstaut. Auf dem Weg war unser erster Halt bei den mumies, Türme in denen die Toten begraben wurden, wenn man durch die Öffnung geschaut hat konnte man sogar die Knochen sehen.
Das erste was auffiel als wir aus dem Auto stiegen war die klare Luft,  kein Smog von zu vielen alten Autos!
Dann ging es zu einer alten Kirche die wir uns leider ohne weitere Erklärungen anschauen mussten. Und wieder einmal fiel auf: wir sind zu groß für diese alten Gebäude. In Käfigen vor der Kirche war Mittagessen: Meerschweinchen und Gürteltier.
Die Straße war eigentlich die ganze Zeit sehr gut, im Nationalpark Sajama war es dann aber eine unbefestigte Straße und wir würden gut durchgeschüttelt. Gleich zu Beginn im Park haben wir Alpakas gesehen, leider wollten sie sich nicht von Günther streicheln lassen und sind weg gelaufen. Auf dem Weg nach Tomarapi haben wir noch viele Alpakas gesehen. In Tomarapi angekommen gab es erst mal Mittagessen,  wobei die Vegetarier etwas länger warten mussten, weil nur fleischige Suppe vorbereitet  war. Frisch gestärkt konnten wir nun unsere Zimmer beziehen-mit Heizung! Auch die Duschen waren so groß,  dass man richtig drunter stehen konnte.
Dann ging es weiter, das Auto haben wir am Straßenrand abgestellt und dann sind wir zu Fuß runter gestiegen auf die Fläche wo die Alpakks waren (natürlich sind sie nicht geblieben), wir haben erfahren,  dass die Alpakas immer alle an einer Stelle ihr Geschäft verrichten. Wir sind dann an einer Siedlung vorbei wieder zum Auto gegangen und bei der Siedlung waren die Leute grade dabei Brot in einem Lehmofen zu backen; das beste Brot was ich in meinem bisherigen Leben gegessen habe! Knusprig, fluffig, warm, einfach perfekt!
Zurück in Tomarapi war es Zeit zu duschen,  warmes Wasser gab es nur abends. Dann gab es Abendessen und wir haben noch gespielt. Unser Vorhaben den Sajama während einer kleinen Nachtwanderung zu besteigen fiel leider der allgemeinen Müdigkeit zum Opfer,  ich bin mir aber sicher wir hätten es sonst locker auf die 6542m hoch geschafft.
Am nächsten morgen waren einige so verrückt um 6:30 Uhr aufzustehen (unglaublich kalt zu dieser Zeit! ) um sich den Sonnenaufgang anzuschauen.  Um 7:30 Uhr waren danach auch die nicht so verrückten wach, das Frühstück wollte sich keiner entgehen lassen. Es bestand aus Pfannkuchen,  Brot, Konfitüre, Kakao, Crackern, Rühren und frisch gepresstem Orangensaft,  also wirklich reichlich!
Gut gestärkt ging es los Visacha suchen, netterweise haben diese im Sonnenlicht auf uns gewartet, so dass wir gute Fotos machen konnten.
Im Dorf haben wir uns danach das noch nicht ganz fertige Museum angeschaut und jeder der wollte konnte Kleidung aus Alpakawolle käuflich erwerben. Der Erlös kommt der Gemeinschaft zugute, die in Sajama lebt und arbeitet. Nachmittags ging es zu den Gysiren, auf dem Weg haben wir noch an einer Lagune gehalten und Flamingos und Vicuñas angeschaut. Bei den Gysiren stank es dann etwas, es ist aber sehr beeindruckend was für Wunder die Natur schafft, in einigen Stellen hätten wir uns Eier und Kartoffeln kochen können, wenn wir welche mitgehabt hätten. Finger rein halten ging höchstens ganz kurz. Später an der Thermalquelle war das Wasser dann perfekt zum baden, leider gab es die dusche danach nur mit kaltem Wasser. Gott sei dank könnten wir uns in den Unterkünften dann heiß duschen,  zumindest die Mädels,  bei den Jungs wollte es nicht richtig heiß werden. Auch dieser abend wurde gemütlich mit spielen verbracht,  bevor alle todmüde ins Bett gefallen sind.
Schon ist der letzte Tag angebrochen,  da kann man auch mal ausschlafen und erst um 8 Uhr frühstücken.
Natürlich wieder so reichlich,  aber statt Orangensaft gab es diesmal Papayasaft. Dann hieß es alles einpacken und auf dem Auto verstauen. Auf dem Weg war zurück wurde am Wald angehalten. Die Bäume dort wachsen pro Jahr ca. 3cm, die größten waren kaum größer als wir und entsprechend alt.
Auf dem weiteren Weg konnten wir nochmal Vicuñas sehen und eine weitere Kirche von außen anschauen und natürlich noch mehr Alpakas und  Lamas.
Was wir auf dieser Reise definitiv gelernt haben sind die Unterschiede zwischen Lamas, Alpakas und Vicuñas, dass Alpaka sehr lecker ist (zumindest die Fleischfresser) und das die Bolivianer selbst in den abgelegensten Orten unglaubliches und frisches Essen zaubern können.
Und für alle die nach Sajama wollen: nachts ist es unglaublich kalt, solange man tagsüber in der Sonne ist, ist es sehr angenehm.

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